Aus der Presse

Oberhessische Zeitung vom 06.09.2011 

Kultur 
Grobe Konturen und bunte Farben: Bilder in Filz

„verfilzt und zugenäht“ - Ausstellung mit Werken von Andrea Steinbrink in Homberg
(gsi). Sehr erfreut zeigte sich Hombergs Bürgermeister Béla Dören von einer außergewöhnlichen Ausstellung an einem ungewohnten Ort: Gemeinsam mit Beate Goßfelder-Michel und der Künstlerin Andrea Steinbrink eröffnete er am Sonntagvormittag die Schau „verfilzt und zugenäht“, eine Sammlung textiler Objekte, ergänzt um eigentümliche „Buchgespenster“ aus Pappmaché. Eine Präsentation mit „Werken zum Anfassen“, eine der wenigen gegenständlichen Ausstellungen, nachdem im Rahmen der Homberger Kulturwochen „ohm sweet ohm“ bereits eine Sammlung mit „Vergänglicher Kunst“ zu sehen war.
Auch über die Auswahl des Veranstaltungsortes war Dören sehr glücklich, denn es war gelungen die ehemalige Synagoge, die aktuell noch in Privatbesitz ist, jedoch zum Verkauf steht, dafür zu gewinnen. Und so zieren nun eine Woche lang die bunten Filzbilder die Wände des schön restaurierten ehemaligen jüdischen Gebetshauses, Kunst, die sehr gut dort hineinpasst, wie Dören sich mit den Veranstalterinnen einig war.
Eine erklärte Zielsetzung von „ohm sweet ohm“ sei die Einbindung heimischer Künstler in das Programm, erläuterte Beate Goßfelder-Michel von der Kommission „Kunst und Kultur“. So sei gerade mit Andrea Steinbrink eine Künstlerin vertreten, die schon die erste Auflage der Kulturwochen mit einer Ausstellung bereichert habe. Auf der Suche nach einer kleinen, der Örtlichkeit der Synagoge angepassten Ausstellung habe man erneut zusammengefunden.
Die Künstlerin selbst freute sich über die Resonanz auf ihre Werke und erläuterte dem interessierten Publikum die Arbeitsprozesse, die nötig sind, um aus Wolle ein gefilztes Bild herzustellen und die gewünschten Strukturen zu erzielen. Denn gerade wenn die Konturen nicht zufällig sein sollen, ist bei dem groben Material viel handwerkliche Fertigkeit gefragt. Geradezu vielfältig trotz der überschaubaren Anzahl der Werke sind die Darstellungsmöglichkeiten, die Andrea Steinbrink in Filz interpretiert: ein großes Bild im Pop Art-Stil, kindlich anmutende Motive von Bäumen und einem Regenbogen mit sehr deutlichen Konturen. Bunt und lebendig sind die Bilder der Homberger Künstlerin, lebensnah und liebevoll wie die „Frauenparty“ oder farbenfroh und witzig wie der „Fischmarkt“. Klassisch-folkloristische Muster hat Steinbrink ebenso ausgeführt wie Bilder mit den für Gefilztes typischen in sich verlaufenden Farben. Impressionistisch angehaucht ist dagegen das Werk mit den leuchtend roten Mohnblumen.
Dazwischen, auf den Fensterbänken und den Regalen, tummeln sich die „Buchgespenster“, die sich gerne zwischen Büchern verstecken und herausschauen und die einen weiteren Eindruck von Steinbrinks fantasievoller Kreativität vermitteln. Auch Filz-Klassiker wie Armreifen, Eierwärmer oder Kissen gibt es in der Ausstellung zu sehen und natürlich auch zu kaufen.
Die kurze, doch sehenswerte Schau ist am kommenden Mittwoch von 15 bis 20 Uhr geöffnet sowie am Samstag und Sonntag von 10.30 bis 17 Uhr. Weitere Termine können mit der Künstlerin, die während der Öffnungszeiten auch anwesend sein wird, vereinbart werden unter d 0176/53176389.



 My Heimat, von Sören-Helge Zaschke aus Stadtallendorf | am 14.11.2010 (in Auszügen)

DeutschlandHessenStadtallendorfKulturKunstmarkt mit Hessentagsspuren
Kunstmarkt mit Hessentagsspuren
 
Ein Schild wirbt am Ortseingang für den Kunstmarkt.
Beim Kunstmarkt am 13. und 14. November 2010 in der Stadtallendorfer Stadthalle konnten Besucher zwischen vielfältiger Kunst auch noch einige Nachwirkungen vom Hessentag bewundern.

.......Andrea Steinbrink hatte Gespenster in Buchform erfunden, welche vom Regal aus das Geschehen im Raum betrachten. Wenn man mehrere zusammenstellt, fangen sie auch an zu tuscheln. Beim Hessentag leitete die für die Stadt Stadtallendorf tätige Andrea Steinbrink die Organisation der Infostände.
Von Michael Feldpausch war das Gemälde "Auflösende Landschaft" beim Hessentag im Park zu bewundern, wo es in der Nähe von einem blauen Schaf zu finden war......



 

Artikel vom 08.09.2008 - 18.22 Uhr
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